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Die erste Katastrophe: Der GAU
Samstag, 26.April 1986, 1 Uhr, 23 Minuten, 40 Sekunden. Der Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl explodiert. 180.000 Kilogramm hochradioaktives Material im Inneren des Reaktors. Das entspricht der Menge von 1000 Hiroshima-Bomben. Mindestens 200 verschiedene radioaktive Stoffe werden in die Atmosphäre katapultiert.

Die zweite Katastrophe: Die Vertuschung der Folge
Nach wie vor werden die Folgen des Unfalls verdrängt, vertuscht, verharmlost,
bagatellisiert. So spricht die WHO aktuell von "nur" 56 Todesopfern.
100tausende waren und sind betroffen: in der Ukraine, Belarus, Russland, Polen
aber auch in West- und Nordeuropa. Viele Opfer wurden allein gelassen, blieben
ohne Hilfe.

Tschernobyl
- das hätte der Anfang vom Ende der Atomenergie sein können. Die Katastrophe von Tschernobyl steht für die Erkenntnis, dass die Atomenergie nicht beherrschbar ist, weder technisch noch gesellschaftlich. Die Nutzung der Atomenergie ist verbunden mit erheblichen gesundheitlichen, sicherheitstechnischen, ökologischen, friedenspolitischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Risiken.  

20 Jahre nach Tschernobyl
scheint diese Erkenntnis mehr und mehr verdrängt. Der Ausstieg ist national und international in Frage gestellt. Zudem wächst die atomare Gefahrenlage ständig, da fast alle Komponenten des nuklearen Brennstoffkreislaufes "dual-use"-Technologien und -Verfahren sind und somit zivile von militärischen Nutzungsoptionen kaum zu trennen sind.

Sonne statt Atom
Deswegen muss sich immer mehr die Erkenntnis durchsetzen, dass die Ablösung atomarer und fossiler Energien durch Erneuerbare Energien dringend geboten ist: ökologisch, wirtschaftlich und friedenspolitisch. Nur Erneuerbare Energien garantieren Zukunftsfähigkeit!

Sie sind eingeladen
mit über 70 ExpertInnen aus Deutschland, Russland, der Ukraine, Frankreich, Belarus, den USA, der Schweiz

sich über die Folgen von Tschernobyl zu informieren
die Bedrohung des Lebens durch radioaktive Strahlung zu diskutieren
Lösungen für eine Welt ohne atomare Bedrohung zu entwickeln und nach
eigenen Handlungsmöglichkeiten zu fragen.


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